13. Oktober 2017

In der Freiburger Pampa

Mein Gemeindewanderprojektplan sah für den vergangenen Samstag die Begehung der Freiburger Gemeinden Cottens, Torny und Châtonnaye vor. Eine Strecke quer durch welsches Nowhere-Land. Die Abseitigkeit des Landstrichs äusserte sich unter anderem durch das Nicht-Vorhandensein durchgängiger Flur-, Forst- oder sonstiger Wege, will heissen, es ging zeitweise quer durch Feld und Wald. Den ganzen Tag kein einziger Wanderer, Spaziergänger, Hündeler, Reiter, Biker. Wer hier nicht landwirtschaftlich tätig ist, geht vermutlich nicht nach draussen. Einzig die Junioren des FC Cottens bildeten hier eine Ausnahme. Sie bereiteten sich auf ihr kommendes Heimspiel vor. Selbst den Schützen desselben Ortes scheint das Schiessen verleidet zu sein. Der Scheibenstand ist nicht mehr existent und das Schützenhaus zu einer Festhütte umfunktioniert. Nun, mir war's recht, denn mein Weg führte genau durch die ehemalige Schusslinie der Knallfreunde.

Neyruz – Granges: Eine Fussreise von Ost nach West durch freiburgisches Niemandsland.


Auffallend indes auch hier: Alle durchwanderten Dörfer befinden sich im baulichen Expandionsmodus. Der Einfamilienhäuschen-Boom hält unvermindert an, ebenso der in diesem Blog auch schon bedauerte Trend zu trostlosen Steinwüsten rund um das eigene Heim. Immerhin erobert der Biber am Ruisseau de Marnand, einem beeindruckenden Graben östlich von Marnand, neues Territorium, wie gefällte Äste von Haselstauden zeigten. Wie sich mir das alles und noch einiges mehr präsentierte, veranschaulicht die Bildstrecke.

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